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Knoerig: Bund muss Vollzeitstellen fördern!

Der niedersächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig fordert vom Bund, bei öffentlichen Stellenaus- schreibungen grundsätzlich Vollzeitpositionen anzubieten. Knoerig, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmer- gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und CDA-Bundesvorstandsmitglied, bezieht sich dabei beispielhaft auf das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“, in dessen Rahmen rund 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen von 2016 bis 2020 gefördert werden. Er hat deshalb an die zuständige Bundesministerin Dr. Katarina Barley geschrieben, um aus arbeitspolitischer Sicht bessere Konditionen für die Beschäftigten anzuregen: „Es kann nicht sein, dass Bundesministerien lediglich halbe Stellen mit einer Arbeitszeit von 19,5 Wochenstunden unterstützen, die kaum zur Finanzierung eines auskömmlichen Lebensunterhalts ausreichen. Stattdessen sollten Vollzeitstellen ausgeschrieben werden – mit der Möglichkeit zur Teilzeitarbeit, wenn dies von Mitarbeitern und Trägern gewünscht wird. Speziell bei diesem Programm würde es sich auch anbieten, zwei halbe Stellen in nahe gelegenen Einrichtungen zusammenzulegen. Gerade im ländlichen Raum macht das angesichts zeit- und kostenintensiver Fahrtwege sowie hoher Fixkosten für ein eigenes Fahrzeug, die sich bei halben Stellen mit niedrigem Einkommen kaum rechnen, sehr viel Sinn. Der Bund sollte es sich also zur Auflage machen, bei seinen Förderprogrammen auch an die betroffenen Fachkräfte zu denken und diesen faire Arbeitsbedingungen zu bieten, so wie es auch von den Unternehmen gefordert wird.“ Zum Hintergrund: Knoerig hat in dieser Woche eine „Sprach-Kita“ in seinem Wahlkreis besucht und die geschilderten Erfahrungen seitens des Personals und der Kommune als Träger zum Anlass für sein Schreiben an das Bundesfamilienministerium genommen. Er betont: „Das Programm ‚Sprach-Kitas‘ kommt mit seinen inhaltlichen Schwerpunkten der sprachlichen Bildung, der inklusiven Pädagogik und der Zusammenarbeit mit Familien sehr gut an. Wir müssen nur die Fachkräfte besser bei ihrer Arbeit unterstützen.“

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